Heißausbildung für Sassenburgs Feuerwehren

Atemschutz Sassenburg BadGandersheim2018

Atemschutzgeräteträger sollten topfit sein - aus medizinischer und fachlicher Sicht. Für letzteres setzt Sassenburgs Gemeindefeuerwehr ab sofort wieder auf die sogenannte Heißausbildung, sprich auf Training in einem simulierten Brandszenario.


Die nächstgelegene gasbetriebene Übungsanlage zur Heißausbildung befindet sich in Bad Gandersheim, also rund 100 Kilometer entfernt. Dort traten jetzt 16 Kameraden aus allen sechs Ortswehren an, um einen Zimmerbrand in der Simulationsanlage unter Einsatz von Hohlstrahlrohren bei möglichst realitätsnahen Bedingungen zu bekämpfen.


In der Anlage brannte es gleich an zwei Punkten richtig. Und sogar das "im Ernstfall schlimmste Szenario" konnte nachgestellt werden: Der Flash-Over - das schlagartige Durchzünden an der Decke vom Schadens- zum Vollbrand. "Keiner der Teilnehmer war bisher in so einer Anlage", wusste Tobias Trum um den besonderen Wert der Übungseinheit. Als Atemschutzbeauftragter der Gemeindefeuerwehr begleitete er die 16 Kameraden nach Bad Gandersheim.  Voran ging eine Ausbildung in Theorie und Praxis in Westerbeck. Um 6 Uhr brach die Truppe auf, um 15 Uhr kehrte sie zurück.


Vor sechs Jahren schickte Sassenburgs Gemeindefeuerwehr zuletzt Atemschutzgeräteträger in die Heißausbildung. "Künftig möchten wir das wieder jährlich anbieten", sagte Trum. Zunächst sollen dort alle Neulinge fit für den Ernstfall gemacht werden. Danach können die übrigen Atemschutzgeräteträger reihum ihr Wissen auffrischen. "Wir möchten, dass alle durch regelmäßiges Training auf dem neuesten Ausbildungsstand bleiben", betonte Trum.

 

Text: Ron Niebuhr

 Triangeler Löschrabauken werden eingekleidet

 Kinderfeuerwehr Shirtbergabe

„Gefällt es euch denn?“, wollte Triangels Ortsbrandmeister Steffen Albrecht wissen. Laut schrie das knappe Dutzend Kinder „Ja!“ zurück. Und dass den zehn Löschrabauken, so heißt die jüngst gegründete Kinderfeuerwehr in Triangel, ihre neuen roten Warnwesten und die coolen blauen T-Shirts mit dem Namenszug der Gruppe und einem Feuerwehrmann vorne drauf wirklich gefallen, war bei der Ausgabe deutlich zu sehen. Bei der hatten die Betreuer Daniela Scheibner, Tammy Bronischweski, Nils Fibich sowie Tobias und Nico Haase gut zu tun, um dem Andrang an der Kleiderkiste Herr zu werden.

Die Westen und die Shirts hat der Feuerschutzausschuss der Gemeinde Sassenburg gesponsert – dort hatte die Wehr nämlich den entsprechenden Antrag auf Erstausstattung gestellt. Logisch, dass auch Ausschussvorsitzende Imme Möhring und Gemeindebürgermeister Volker Arms sich die erste Anprobe nicht entgehen ließen. (Thorsten Behrens)

53 Spielfreudige beim 43. Skat- und Knobelabend

 

Die Feuerwehr Triangel veranstaltet einmal jährlich immer am 29.12. den öffentlichen Skat- und Knobelabend. Ortsbrandmeister Steffen Albrecht konnte 19 Skatspieler und 34 Knobler begrüßen, die bis Mitternacht um die begehrten Fleischpreise spielten. Unter ihnen waren auch zwei Kameradinnen der Partnerwehr Röbel/Müritz, die extra zu dem Spieleabend angereist waren.  

Frank Bodlien aus Neudorf-Platendorf  sicherte sich den Schinken als Sieger mit 1663 Punkten beim Skat und Margarethe Trum mit 969 Punkten beim Knobeln. Die folgenden Plätze belegten Ansgar Wochnik (1621Pkt.) und Siegfried Wehmeier (1544 Pkt.) beim Skat sowie Steffen Albrecht (927 Pkt.) und Tobias Trum (920 Pkt.). Walter Hilken und Werner Meinecke fungierten als Schiedsrichter; um die Versorgung kümmerten sich wieder einmal Mitglieder der Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK Gifhorn.

 Jahreshauptversammlung 2018

 

Mit der Gründung der ersten Kinderfeuerwehr auf der Sassenburg sowie die Aufnahme von insgesamt acht neuen Mitgliedern in die aktiven Wehr war für die Triangeler Feuerwehr 2017 schon ein besonders erfolgreiches Jahr. Das ging aus den Berichten auf der Jahreshauptversammlung Mitte Januar hervor.

Ortsbrandmeister Steffen Albrecht und Bürgermeister Volker Arms freuten sich über eine sehr gut besuchte Versammlung - lediglich zwei Kameraden waren verhindert. 40 Aktive, fünf passive, vier Ehrenmitglieder sowie neun in der Jugend- bzw. acht in der Kinderfeuerwehr finden sich in der Mitgliederliste wieder. Hinzu kommen 218 Förderer.

Gruppenführer Jonas Krause berichtet über die 25 Einsätze in 2017: Sieben Brände, 15 Hilfeleistungen sowie drei sonstige Einsätze mit Brandmeldeanlagen waren abzuarbeiten. Bei sogenannten "Umwelteinsätzen" war die Wehr besonders gefordert: Unter anderem war man mit dem "Fachzug Logistik" der Kreisfeuerwehrbereitschaft zum Katastrophenalarm nach Wolfenbüttel und Hildesheim ausgerückt; auch umgestürzte Bäume nach Stürmen forderten die Einsatzkräfte mehrfach. Der Brand eines E-Fahrzeugs im Industriegebiet stellte die Aktiven vor neue Herausforderungen.

Über die vielen Ausbildungsdienste und Veranstaltungen berichtet Gruppenführer Tobias Trum: Im Industriepark wurden mehrere Übungen abgehalten. Mit dem "Gefahrgutzug-Nord" übte man eine Schadenslage mit auslaufender Säure; in einem Abbruchhaus im Hans-Rimpau-Weg wurde mit Nachbarwehren die Bekämpfung eines Gebäudebrandes mit schwerem Atemschutz geprobt. Ferner wurde der Orientierungsmarsch der Sassenburger Jugendfeuerwehren ausgerichtet und eine Radtour bei der Partnerfeuerwehr Röbel/Müritz organisiert.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden Nele Haase, Torben Pohle und Paul Sendzik übernommen, ebenso neu bei den Aktiven ist Daniela Scheibner und Tobias Haase, die nach erfolgreicher Truppmann-Ausbildung auch zur Feuerwehrfrau bzw. -mann befördert wurden. Ebenso erhielt Tobias Fronz den Dienstgrad des Feuerwehrmannes. Desweiteren sind Cedrik Okou, Jörg Timme und Kai Dobroschke neu in der Einsatzabteilung. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde außerdem Robin Ullmann befördert.

Gemeindebrandmeister Jörn Milkereit zeichnete den früheren Ortsbrandmeister Werner Meinecke sowie Günther Erhardt für 50jährige aktive Mitgliedschaft aus. Ehrenmitglied Günter Pribbenow erhielt den Orden für 60jährige Mitgliedschaft vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen. Der "Sassenburg-Orden" in Bronze ging an Torsten Jojade und Günter Pribbenow. Überrascht war auch Jonas Krause, der die Beförderung zum Oberlöschmeister erhielt.

Turnusgemäß standen auch Wahlen des Kommandos an, die alle einstimmig verliefen: Gruppenführer blieben Tobias Trum und Jonas Krause, Jochen Koslowski und Walter Hilken führen weiterhin die Kasse. Schriftführer bleibt Matthias Sendzik. Die Leitung der Jugendfeuerwehr behalten Robin Ullmann und Fabian Streilein inne. Oliver Pentleit ist weiterhin Atemschutzgerätewart und Torsten Jojade der Zeugwart. Gerätewarte sind Jens Haase und Marko Wortmann, der Matthias Dücker ersetzt. Erstmals gewählt wurden die Betreuer der Kinderfeuerwehr: Daniela Scheibner und Tammy Bronischewski sind hier verantwortlich. Gerhard Probst wurde als Gruppensprecher der Altersgruppe bestätigt und das Fördermitglied Gunnar Harms ist neuer Kassenprüfer.

Für 2018 ist unter anderem die Erneuerung der Grillhütte sowie der ortsübergreifende Aufbau einer softwarebasierten Einsatzleitung für Großschadenslagen geplant.

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Triangeler gründen Sassenburgs erste Kinderfeuerwehr

 

Nun ist es offiziell: Triangels Feuerwehr kann künftig auf eine Gruppe mehr zählen. Die Löschrabauken feierten am Montag als gemeindeweit erste Kinderfeuerwehr ihre Gründung. Ohne lange Reden, sondern mit richtig viel Spaß. Genauso läuft künftig auch der Dienst der Sechs- bis Zehnjährigen ab.


Ortsbrandmeister Steffen Albrecht freute sich über die Teilnahme von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gemeindefeuerwehr an der kleinen Feierstunde. Viel wichtiger war aber, dass die Löschrabauken am Start waren: "Ihr steht heute im Mittelpunkt", sagte Albrecht zu den Kindern. Die malten und bastelten eifrig vor sich hin und überließen erstmal ganz entspannt den Erwachsenen die Regie.


Albrecht erklärte, dass man sich über die Kinderfeuerwehr frühzeitig um Nachwuchs bemühe. Mit zehn Jahren, dem Mindestalter für die Jugendfeuerwehr, haben sich Mädchen und Jungen oft auf andere Hobbys festgelegt. Über die Kinderfeuerwehr dagegen erreicht man schon Sechsjährige. Albrecht lobte Daniela Scheibner als Initiatorin und Tammy Bronischweski als Mitstreiterin der ersten Stunde: "Das habt ihr ganz hervorragend gemacht." Neben Scheibner und Bronischewski betreuen Nils Fibich sowie Tobias und Nico Haase die Löschrabauken bei ihren Treffen alle zwei Wochen.


Gemeindebrandmeister Jörn Milkereit hofft, dass weitere Ortsfeuerwehren dem Triangeler Beispiel folgen. Auch Gemeindebürgermeister Volker Arms plädiert seit Jahren dafür, Kinderfeuerwehren in der Sassenburg zu etablieren: "Schön, dass ihr den Mut dazu hattet", sagte er. Noch schöner ist, dass der Mut belohnt wurde. Acht Kinder sind aktuell dabei. Mit den Fünfjährigen von der Warteliste könnten es 2018 schon zwölf bis 14 Löschraubauken sein. Die zeigten sich übrigens als gute Gastgeber, hatten sie doch extra Kekse für die Feier gebacken.

Text: Ron Niebuhr