Übung Flash-Over Container

Heiße Übung mit “Flash over”: Atemschutzeinsatz im Container

Im Regelfall findet die Ausbildung für Feuerwehrleute ohne Feuer statt. Es ist natürlich so recht schwierig, sich in einen Realitätsfall hineinzudenken und dementsprechend richtig zu handeln. Ein speziell entwickelter Sattelschlepper-Container, für sogenannte “heiße Übungen” (mit Feuer, Hitze und Rauch) war für eine Woche im Januar 2001 auf dem Gelände der Wolfsburger Berufsfeuerwehr stationiert.

 Mit großem Interesse besichtigten einige Atemschutzgeräteträger der Triangeler Wehr das Übungsobjekt und bekamen spontan die Möglichkeit, selbst eine Übungseinheit durchzuführen. Die normale Einsatzkleidung wurde durch die zukünftig vorgeschriebene Kleidung (flammenfester Hose und Handschuh, Überjacke), die demnächst auch in unserer Gemeinde für Atemschutzgeräteträger Standart wird, und der sogenannten Sturmhaube ergänzt. Gute Schutzkleidung war dann auch dringend erforderlich: Ein dargestellter Zimmerbrand ließ schnell die Temperatur auf über 300°C im Container ansteigen. Dann erfolgte die Simulation des von allen Feuerwehrmännern gefürchteten “Flash overs”, der explosionsartigen Durchzündung der Brandgase. Die mittlerweile auf über 500°C angestiegene Temperatur ließ auch das Löschwasser schnell verdampfen. Jede unbedeckte Hautpartie hätte jetzt spätes tens eine Verbrü hung erlitten . Hier haben neben der neuen Einsatzkleidung auch die Sturmhauben in Hals- und Ohrenpartie deutlich ihre schützende Wirkung gezeigt. Mit gezielten Wasserabgaben konnte das Feuer, das lediglich einen etwa viertelstündigen Zimmerbrand darstellte, schnell gelöscht werden. Für die drei Triangeler Atemschutzleute war so eine “heiße” Übung natürlich mal eine interessante Erfahrung und lehrte auch sehr deutlich, wie wichtig die komplette und richtige Schutzkleidung ist.

Ein “Dankeschön” der Wolfsburger Feuerwehr, das man so unkompliziert und spontan diese Übungsmöglichkeit hatte. Ein besonderer Gruß an die Kameraden der FF WOB-Sülfeld.

Pressebericht :”Aller-Zeitung”, 08.02.2001

FEUERWEHREN / Ausbildung im mobilen Übungscontainer auf dem Hof der BF

Heiße Sache: Ein “Flash over”

(heu). Trotz der Schutzausrüstung mit Anzug, Atemschutz und Kopfhaube ist es 200 Aktiven aus Werks- und Berufsfeuerwehr sowie einigen Freiwilligen Feuerwehren des Stadtfeuerwehrverbandes reichlich warm geworden. In einem Übungscontainer des Brandschutz-Trainingszentrums Vahldorf (Sachsen-Anhalt), der drei Tage auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr stationiert war, wurde an Realbrandstellen geübt.

Im Gegensatz zu anderen Übungsobjekten sorgen in diesem Container mit Gas betriebene offene Brandquellen für Temperaturen im kritischen Bereich. Als Höhepunkt kann sogar ein “Flash over” produziert werden. Flammen und Temperaturen bis 1000 Grad entstehen an tückischen Schwelbrandstellen, die urplötzlich durch kräftige Luftzufuhr angefacht werden. “Wehe, wenn sich dann die Einsatzkräfte nicht blitzschnell auf den Boden werfen”, sagt Branddirektor Gerhard Schleß. Dann sind sie selbst in ihrer Schutzkleidung und –ausrüstung außerordentlich gefährdet.

Wichtig also, dass die Reflexe stimmen. Denn wie in der Realität kommt der “Flash over” im Container ohne jegliche Vorwarnzeit. Per Zufallsgenerator wird die absolute Flammenhölle irgendwann urplötzlich ausgelöst. Die Arbeit in der Mobilen Feuerwehrübungsanlage hat den Chef der Wolfsburger Berufsfeuerwehr ebenso überzeugt wie die Führungskräfte der Gastwehren. “Wir konnten einen guten Ausbildungsstand feststellen”, sagte Schleß. Darüber hinaus wertete er die wirklichkeitsnahen Übungsmöglichkeiten als hervorragend. “Auch wenn die Kosten für Container und Bedienung-Personal beachtlich sind, wir werden die mobile Übungsanlage ganz sicher wieder mal nach Wolfsburg holen.”

Zwei Kameraden vor der Übung im Einsatzanzug der Berufsfeuerwehr...
Innenangriff bei einer Temperatur von über 300°C.
... und der dritte nach der Übung in der neuen Kleidung der Freiwilligen Feuerwehren.
Ganz heiße Angelegenheit: Branddirektor Gerhard Schleß (kleines Foto) war angetan von den realistischen Übungsmöglichkeiten für die Feuerwehr-Einsatzkräfte im mobilen Container.