Alarmübung im Pflegeheim

Dicker Qualm löste am Freitag, den 15. September gegen 17:00 Uhr die Brandmeldeanlage im ”Haus Triangel” aus. Das war der Auftakt der ersten Alarmübung in dem Pflegeheim, indem geistig und zum Teil auch körperlich behinderte Menschen leben. Angenommen wurde ein Zimmerbrand im ersten Obergeschoß des Hauptgebäudes; mehrere Bewohner einer Wohngruppe wurden in der völlig verqualmten Etage vermißt.

Während die Ortsfeuerwehren Neudorf-Platendorf, Westerbeck und Triangel alarmiert wurden, begannen die Betreuer bereits mit der Evakuierung des restlichen Gebäudeteils.

Nachdem Eintreffen der Wehren am Übungsobjekt kamen sofort sechs Trupps unter ”schwerem Atemschutz” zur Menschenrettung zum Einsatz. Zur Eigensicherung wurden zwei Schnellangriffsleitungen der Tanklöschfahrzeuge mit in das Gebäude vorgenommen. Nachalarmiert wurde die ”Schnelle Einsatz Gruppe” (SEG) des DRK Gifhorn sowie die Ortsfeuerwehr Dannenbüttel zur Unterstützung.

Nach zwanzig Minuten waren alle Vermißten, drei Bewohner und drei ”Verletzte”, gerettet und an die SEG übergeben worden.

Während die Dannenbütteler Wehr eine Wasserversorgung aus dem gegenüberliegenden Brückgrabens aufbaute, änderte ein Realfall das Übungsdrehbuch:Eine leicht verwirrte Bewohnerin verließ den Sammelplatz und wurde vermißt. Zwei Löschgruppen ist es dann gelungen, sie nach zehn Minuten im angrenzenden Park zu finden. Im Anschluß konnte dann noch die ”Brandbekämpfung” mit drei Rohren vorgenommen werden. Wichtig war dann auch die Absicherung des Gebäudes, da einige gerettete Bewohner immer wieder zurück in ihre gewohnte Umgebung wollten.

Im Allgemeinen zeigte man sich mit der Übung zufrieden: Die Menschrettung erfolgte zügig und auch die Brandbekämpfung klappte. Kleinere Schwachpunkte zeigten sich bei der Dokumentation der Atemschutzgeräteträger, der klaren Auftragsabarbeitung einzelner Löschgruppen sowie Rückmeldung an die Einsatzleitung, was durch die Unzuverlässigkeit der Handsprechfunkgeräte erschwert wurde.

Im nächsten Jahr soll dann einmal eine Übung mit der Rettung der Bewohner des kompletten Haupthauses stattfinden.

“Aller-Zeitung”, 18.09.2000:
Einsatzübung / Wehren und DRK proben Ernstfall

Die Menschenrettung steht im Vordergrund

Triangel (jp). Funkenflug bei Handwerksarbeiten hat das erste Obergeschoss in Brand gesetzt, giftiger Qualm versperrt die Sicht und den Fluchtweg der Bewohner des Hauses Triangel. Sofort sind mehrere Feuerwehren vor Ort und retten, wen sie können. Im Triangeler Heim der Diakonischen Heime Himmelsthür wurde am vergangenen Freitag der Ernstfall geprobt.

Ziel der Aktion sei es gewesen, vorrangig die Menschenrettung zu üben, erläuterte Klaus Tietge, der als Landkreis-Brandschutzprüfer der Wertungsjury angehörte. Betreuer gefordert Da in diesem Haus auch Menschen wohnen, die ständiger Obhut bedürfen, waren zunächst die Betreuer gefordert, ihre Schutzbefohlenen möglichst alle aus dem Haus zu geleiten und die korrekte Zahl der Vermissten zu ermitteln.

Die Feuerwehren aus Triangel, Neudorf-Platendorf und Westerbeck, die als erste an den Brandort gelangt waren, kümmerten sich überwiegend darum, die Menschen aus den nicht mehr normal zugänglichen Räumen zu retten. DRK hilft mit Die eigentliche Brandbekämpfung überließen sie den nachträglich alarmierten Dannenbüttlern.

Die Schnelle Einsatz-Gruppe des DRK war ebenfalls mit einbezogen: Sie übte sich darin, die große Zahl an Geretteten gleichzeitig zu betreuen.

”Kleinere Schwachpunkte waren noch zu erkennen, die können aber leicht ausgemerzt werden”, fasste Klaus Tietge zusammen. Anschauungsunterricht nahm übrings eine Gruppe der Wildeshausener Wehr.

Der Sicherheitsbeauftrage des Pflegeheimes bedankt sich bei SEG und Feuerwehr für das Engagement.
Nach der Arbeit hat man oft gut lachen.
In Aktion: Bei einer Einsatzübung suchten Feuerwehren im Haus Triangel nach Vermissten. Putzlocher